Das Baujournal
Gedanken vom Plan.
Notizen vom Bau.
Manche Fragen tauchen schon beim ersten Gespräch auf, andere erst am Bauteil. Hier erzähle ich, worauf ich dabei achte – und warum kleine Entscheidungen oft lange nachwirken.
BestandZuerst verstehen. Dann verändern.
Am Anfang eines Umbaus steht die Bestandsaufnahme.
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Wenn ich ein bestehendes Haus betrachte, suche ich zuerst seine Qualitäten. Was trägt noch? Welche Räume funktionieren, wo liegen Schäden? Erst wenn ich den Bestand und Ihre Wünsche verstanden habe, entscheide ich, wo ein Eingriff sinnvoll ist.
Zum ersten Gespräch bringen Sie am besten mit, was Sie über Ihr Haus wissen: Pläne, Fotos, seine Geschichte und Ihre offenen Fragen. Daraus entsteht eine gemeinsame Grundlage für die nächsten Schritte.
MaterialWarum Holz altern darf.
Patina als Teil des Entwurfs denken.
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Bei einer Holzfassade stelle ich mir auch vor, wie sie in zehn Jahren aussehen wird. Wetter und Licht verändern die Oberfläche. Deshalb frage ich schon im Detail: Wo läuft Wasser ab, wo kann das Holz trocknen, welches Brett lässt sich später austauschen?
Patina kann für mich Teil der Gestaltung sein. Entscheidend ist, dass Material, Konstruktion und der Pflegeaufwand zu Ihrem Alltag passen.
Gebäude & EnergieDie beste Energiefrage beginnt beim Entwurf.
Vom Wärmebedarf zur passenden Versorgung.
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Die Frage nach der Heizung führt mich zuerst zum Entwurf. Wie viel Wärme braucht das Haus überhaupt? Was leisten Hülle, Fenster und Verschattung? Am Passivhausprinzip interessiert mich dieses Zusammenspiel – einschließlich Lüftung und Wärmerückgewinnung.
Mit der Fachplanung prüfe ich dann die Versorgung: etwa eine Wärmepumpe, die Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzt. Für Geothermie schaue ich auf die Bedingungen am Grundstück. Bei mehreren Wohnhäusern stelle ich auch die Frage, was sich sinnvoll gemeinsam lösen lässt – von der Erzeugung bis zum Betrieb.